GGU-Fallbeispiel
Baugrunderkundung nach Hohlräumen mit Georadar

Aufgabe
Erkundung nach Hohlräumen unter Bauplanum

A)  im Bereich der Hangzerreißung (Sandstein) auf einer Autobahn-Neubau-Trasse,

B)   in einer Baugrube mit Verkarstungserscheinungen (Kalkstein)
 

Meßprogramm
w Georadarprofilierung

Vorgehensweise/Ergebnis
Um lückenlos zu erkunden, wurden die jeweiligen Meßgebiete flächendeckend mit Georadar abgefahren. Die verwendeten Sensoren richteten sich nach der verlangten bzw. erreichbaren Erkundungstiefe sowie den Bodeneigenschaften. Ihre Dominanzfrequenzen liegen typischerweise zwischen 100 MHz (tieffrequent) und 500 MHz (mittelfrequent). Mit Meßlinienabständen je nach Sensorgröße zwischen 40 cm und 1 m kann eine Flächendeckung erzielt werden.
Hohlräume können sich z.B. als sog. Diffraktionen (= Reflexionen an lokalen Objekten, siehe Abb. A2) oder Störungen in den Schichtreflexionen bemerkbar machen (siehe Abb. B2).
Die mit Georadar detektierten Verdachtsstellen sind Ziel näherer Erkundung mit direkten Verfahren (z.B. Baggerschurf).

Kostengrößenordnung
Messung, Auswertung, Bericht:
Trasse 10.000 qm: 5 TEur
Baugrube 1.000 qm: 3 TEur